„Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert“.
Diesen berühmten Satz hat der italienische Autor Giuseppe di Lampedusa dem Patriarchen seines Hauptwerkes „Der Leopard“ in den Mund gelegt. In diesem Satz liegt viel Wahrheit, denn wer es mit dem Bewahren ernst meint, schottet sich nicht gegen die Zeit ab und friert einen Zustand ein, sondern er hält Schritt mit den Veränderungen, die sich um uns herum ereignen.
Und das lässt sich auf unser Konzept der Günterstäler Wiesen auch sehr gut übertragen. Auch wir wollen die Wiesen bewahren und – wie damals um 1900 – vor einer Bebauung schützen.
Aber die Situation ist heute sehr unterschiedlich: Die Einwohnerzahl von Freiburg ist seitdem erheblich größer geworden, und damit steigt auch der Druck auf Naherholungsflächen. Die Sichten auf die Stadt und ihre Wahrzeichen werden zunehmend verstellt; die Natur zurückgedrängt.
Die Wiese zwischen der Wiehre und Günterstal bietet dem Betrachter wunderbare Ausblicke- sei es auf den Freiburger Hausberg, den Schauinsland, oder sei es auf die Stadt selbst mit ihrem Münster.
- Darüber hinaus ist die Aue Schauplatz interessanter Begegnungen und Geschichten aus vielen Jahrhunderten, die heutige Spaziergänger kaum kennen.
Die verborgenen Schönheiten von Natur und Landschaft, aber auch die bemerkenswerten historischen Ereignisse, die sich mit dem Tal verbinden, möchte unser Verein ins Bewusstsein holen.
Und das bedeutet: es muss sich etwas ändern.
